Bibliometrie – Workshop


Impact-Faktoren, Datenbanken, Netzwerke – Methodenpraktischer Workshop zu bibliometrischen Methoden in der Wissens- und Wissenschaftssoziologie


Bibliometrie in der Wissenschaftsevaluation

Viele WissenschaftlerInnen (vor allem der Naturwissenschaften) werden bei Bewerbungs- und Vergabeverfahren von Forschungsmitteln anhand dieser ausgewählt, und wissenschaftliche Journals kämpfen ebenso wie Universitäten um den Aufstieg in Rankinglisten. Bibliometrische Indikatoren wie Produktivität, Zitationshäufigkeiten, der Impact (der Zeitschriften, in denen publiziert wird) sowie Kooperationsnetzwerke bilden die Grundlage für die Berechnung verschiedener Rankings, Faktoren und Indizes. Meist repräsentiert am Ende lediglich eine Zahl die/den entsprechendeN ForscherIn (H-Index von 200), ein Journal (JCI von 4,22) oder die Hochschule (Rang 48). Dabei existieren einige dieser operationalisierten „Messinstrumente“ parallel zueinander, was ein recht heterogenes Bild auf die Leistung von akademischen Instanzen wirft. Diese Indizes und Faktoren werden häufig kritisiert, revidiert, alternativ gewichtet, in ihrem Aussagegehalt und Bezug spezifiziert, sie bestätigen und widersprechen sich. Möchte man sich in eigenen wissenschaftssoziologischen Projekten aktuellen Wissenschaftsfeldern widmen, kommt man wohl kaum um diese Problematiken herum und der Workshop hat das Ziel, ein Verständnis der zugrunde liegenden Kennzahlen zu vermitteln und die damit Verbundenen Machtverhältnisse kritisch zu reflektieren.

Bibliometrie in der Wissenschaftsforschung
Bei der bibliometrischen Methode in Wissenschaftsforschung und Wissenssoziologie, werden ebenfalls statistische Methoden im Rahmen der quantitativen Forschungsprogrammatik auf Publikationen und Zitationen angewandt. Ausgangspunkte der Datenerhebung bilden sog. Zitationsdatenbanken wie Web of Science und Scopus. So kann erforscht werden, welche Wissensbestände wie in zeitlicher, geografischer und thematischer Hinsicht durch die Publikationen wandern. Trends in wissenschaftlichen Forschungsgebieten können festgestellt werden, aber auch in den Netzwerken von Forscher/innen, Institutionen, Ländern und Disziplinen lässt sich der Wissenstransfer herauspräparieren. Wie lange dauert es, bis für Erkenntnisse der Grundlagenforschung Anwendungsgebiete erschlossen werden? Welche Forschungsbereiche werden von welchen Fördereinrichtungen mit finanzieller Unterstützung bedacht? Welche AutorInnen sind führend? Welche Themen erschienen einst vielversprechend, versanden jedoch im wissenschaftlichen Zitationsverkehr?

Praktische Durchführung des Workshops
Max. 15 Teilnehmende
Anmeldung bitte per Mail an: lang [at] collegium [dot] ethz [dot] ch mit kurzer Angabe zu Motivation und Vorkenntnissen.
Sprache: deutsch
Vorkenntnisse: Grundkenntnisse statistischer Verfahren und Datenbankrecherchen sind zwar von Vorteil, aber keinesfalls zwingend, da der Workshop anwendungsorientiert ist und sich nicht mit statistischen Grundlagen befasst. Wir erlernen alle Programme und Anwendungen von Beginn an.

Gerne könnt ihr eigene Forschungsfragen und Recherchegebiete mitbringen, die als Analysebeispiele dienen können.

Ein Gedanke zu „Bibliometrie – Workshop

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